Nach der Beisetzung

Nach der Beisetzung und dem Trauermahl kehrt erst einmal wieder etwas Ruhe in das Leben der Hinterbliebenen ein. Doch auch jetzt bleibt noch nicht viel Zeit für Trauer und Besinnung, da es noch einiges zu organisieren gilt. Die Formalitäten und Behördengänge rund um die Bestattung übernimmt im Allgemeinen der Bestatter. Er kann dadurch große Entlastung schaffen. Auf die Hinterbliebenen wartet jetzt noch die große Aufgabe, den Nachlass zu regeln und eventuelle Ansprüche zu klären. Zuerst sollten die Unterlagen des Verstorbenen weitestgehend gesichtet und geordnet werden. Die Hinterbliebenen sollten sich einen Überblick verschaffen, welche laufenden Verpflichtungen, wie z.B. Verträge, Mitgliedschaften, Abonnements, Konten, Ratenzahlungen, etc. bestanden haben und gekündigt werden müssen. Danach folgt die Abmeldung bei der Krankenkasse, Rentenkasse, dem Sozialamt und ggf. dem Versorgungsamt.

Wohnung und Hausrat

Wie war die Wohnsituation des Verstorbenen? Muss ein Heimplatz gekündigt und aufgelöst werden? Welche Fristen gilt es dabei zu beachten?

Steht eine Wohnungsauflösung an, sollten zunächst Kühlschrank und Mülleimer geleert werden, Zimmerpflanzen versorgt, die Heizung je nach Jahreszeit reguliert, der Besitz der Haus- und Wohnungsschlüssel geregelt und der Mietvertrag gekündigt werden. Die wohl schwerste Aufgabe ist die Auflösung des Haushalts. Es ist ratsam, die Auflösung mit mehreren Angehörigen vorzunehmen. Das erleichtert einerseits die Arbeit und gibt Halt in dieser schwierigen Situation und kann andererseits dabei helfen Streitigkeiten zu vermeiden. Über Gegenstände, die nicht im Testament aufgeführt sind kann direkt unter den Anwesenden verfügt werden, oder abgesprochen, was damit geschehen soll. Die Haushaltsauflösung kann auch von einem professionellen Wohnungsauflöser durchgeführt werden. Solche Unternehmen sind in jeder größeren Stadt zu finden.

Renten und Versicherungen

Eine große und erstzunehmende Belastung, die der Tod eines Familienmitglieds bedeutet, ist oft die finanzielle Situation. Neben den Kosten für die Bestattung, gibt es gegebenenfalls noch nicht getilgte Schulden und den eventuellen Wegfall eines Gehalts, was einer Familie schwer zu schaffen machen kann. Damit die Hinterbliebenen nicht mittellos dastehen, schließen viele Menschen Lebens- und Unfallversicherungen ab. Ob eine solche Versicherung vorhanden ist, sollte nach dem Tod eines Angehörigen geprüft werden.

Nach dem Tod eines Familienmitglieds haben Hinterbliebene unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Renten. Hinterbliebene Ehepartner können Witwen- oder Witwerrente, hinterbliebene Kinder Waisen- oder Halbwaisenrente beantragen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de

Danksagungen

Danksagungen werden bis spätestens einen Monat nach der Beerdigung entweder als Anzeige in einer Tageszeitung, oder als persönlicher Brief an die Kondolierenden verfasst, um sich für die Unterstützung und Anteilnahme während dieser schweren Zeit zu bedanken. Sowohl bei der Anzeige in der Zeitung, als auch beim persönlichen Brief liegt der inhaltliche Schwerpunkt neben der Nennung der Lebensdaten des Verstorbenen auf dem Danksagungstext. Gegebenenfalls kann am Ende des Textes ein terminlicher Hinweis, wie z.B. auf einen Gedenkgottesdienst gemacht werden.

Grabmal und Grabgestaltung

Aufwww.aeternitas.de erhalten Sie hilfreiche Tipps zu den Themen Grab und Grabgestaltung.
www.gute-trauer.de