Brauchen Unternehmen professionelle Trauerbegleitung?

In den USA hat bereits 2002 eine Untersuchung ergeben, dass die Kosten, die Unternehmen durch die psychosozialen Auswirkungen von Todesfällen entstehen, pro Jahr bei 45 Milliarden Dollar liegen1.

Gregor Metzger, Diplom-Psychologe und Unternehmensberater für betriebliches Krisenmanagement, hat diese Zahl auf Deutschland herunter gebrochen: entsprechend der amerikanischen Zahlen würde Trauer die deutschen Betriebe im Jahr 13,5 Milliarden Euro kosten, das wären in etwa 16 000 Euro pro Todesfall.

Krisenmanagement und betriebliche Trauerbegleitung sind also nicht nur ein Frage des Mitgefühls und der Fürsorgepflicht eines Unternehmens für seine Mitarbeiter. Metzger schreibt: "Schließlich können mit einer qualifizierten Krisen- und Trauerbegleitung Kosten gespart werden, die ansonsten durch den Arbeitsausfall der Betroffenen, durch Konflikte und Spannungen im Arbeitsumfeld oder Störungen und Fehler im Arbeitsprozess entstehen können."2


1 ZASLOW, J. (2002). New Index Aims to Calculate the Annual Cost of Despair. The Wall Street Journal Online. November 20, 2002. http://www.grief-recovery.com/Media/Wall_Street_Journal.htm (abgerufen am 9.9.2011, 7:45 Uhr)

2Metzger, G. (2010). Wenn der Tod uns scheidet - professionellen Trauerbegleitung als Chance für Unternehmen. Wirtschaftspsychologie aktuell, 4, 18 - 20. http://www.gregor-metzger.de/Praxis/Ueber_mich_Veroffentlichungen_files/Betriebliche%20Krisenbegleitung%20-%20Artikel%20Psychologie%20Heute%204% 3A2010.pdf (abgerufen am 9.9.2011, 8:00 Uhr)

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