Trauer und Familie

Wie bei einem Mobile sind innerhalb einer Familie mehrere Menschen auf besondere Weise miteinander verbunden. Dabei entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel aus Regeln, Rollen und wechselseitigen Erwartungen. Familien können sich dabei sehr darin unterscheiden, wie eng sie zusammenhalten, wie sie die Aufgaben verteilen, miteinander kommunizieren und miteinander streiten.

Stirbt ein Mensch, wirkt sich das auf jeden Einzelnen in der Familie aus, aber auch auf das Zusammenspiel der Familie als Ganzes. Wie bei einem Mobile, an dem ein Teil weggenommen wird, kommt alles ins Trudeln und das Gesamtgebilde braucht seine Zeit, um ein neues Gleichgewicht zu finden.

Änderung des familiären Gefüges nach einem Trauerfall

Menschen haben im Umgang mit dem Verlust unterschiedliche Stile und empfinden vielleicht das Verhalten anderer befremdlich. Zusätzlich können in dieser Ausnahmesituation neue Bedürfnisse und Erwartungen entstehen. Daher kann die Zeit der Trauer für eine Familie auch eine Zeit von großer Verunsicherung im Umgang miteinander, sowie von mehr Konflikten und Auseinandersetzungen sein. Diese entstehen zum Beispiel, weil die Aufgaben- und Rollenverteilung neu ausgehandelt werden muss oder weil sich einzelne Personen zusammennehmen, um die restlichen Familienmitglieder nicht noch mehr zu belasten.

Familien, die eng zusammenstehen, sich gegenseitig helfen und viel miteinander sprechen, haben es dabei leichter. Denn dies hilft ihnen dabei, auftretende Unterschiede zu akzeptieren und Meinungsverschiedenheiten offen und konstruktiv auszutragen.
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