Trauerbegleitung - Berufung oder Beruf?

Berufsbild - Trauerbegleiter

Jeder Mensch, der sich dazu berufen fühlt, darf sich als Trauerbegleiter oder Trauerberater bezeichnen und damit für seine Dienste werben. Denn die Bezeichnung "Trauerbegleiter/Trauerberater" ist keine geschützte Berufsbezeichnung mit dazugehörigem festgelegtem Berufsbild.

Der Begriff Trauerbegleiter/Trauerberater als Bezeichnung für eine berufliche Qualifikation ist noch ziemlich neu. Entsprechend sind auch die Fortbildungsangebote im Bereich Trauerbegleitung, -beratung meist noch recht jung. Sie können in Umfang und Inhalt sehr unterschiedlich sein, denn es gibt keine einheitlichen Fortbildungs- und Qualitätsstandards und somit auch keine Qualitätsprüfung.

Anbieter

Hilfs- und Beratungsangebote, die sich gezielt an Trauernde wenden, gibt es in Deutschland erst seit etwa 20 Jahren. Inzwischen hat sich ein breites Spektrum an Angeboten der Trauerbegleitung, -beratung entwickelt: Unterschiedliche Institutionen und Einzelpersonen bieten Trauergruppen, Seminare und Einzelgespräche an. Aber Trauerbegleiter/Trauerberater können ihr spezifisches Wissen häufig auch ihm Rahmen einer anderen hauptberuflichen Tätigkeit einfließen lassen, wie z.B. als Bestatter, Ärzte, Psychologen, Seelsorger, Pflegekräfte oder Sozialpädagogen.

Hauptberufliche Trauerbegleiter/Trauerberater, die in freier Praxis arbeiten und damit ihren Lebensunterhalt verdienen, sind bislang noch eher die Minderheit. Für die meisten Trauerbegleiter/Trauerberater steht zurzeit noch eher die Berufung im Vordergrund: sie lassen ihr Wissen in ihren Hauptberuf einfließen oder bieten ihre Dienste ehrenamtlich an, wie z.B. in Form von Trauercafés.
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