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29.11.2018

Mit Kindern über Trauer sprechen

Artikel fasst Leitlinien für Eltern zusammen


Sterben, Tod und Trauer sind natürlicher Bestandteil des Lebens. Verliert ein Kind eine nahestehende Bezugsperson, sehen viele Eltern es als Herausforderung an, mit ihm darüber zu sprechen. Es gibt kein allgemeingültiges Konzept für die richtige Vorgehensweise. Doch die Autorin Caroline Bologna hat mit Fachleuten gesprochen und gibt Eltern in diesem Artikel der Huffington Post einige Leitlinien an die Hand.

"Sprechen Sie offen und direkt über die Themen", sagt der Klinische Psychologe John Mayer, "seien Sie ehrlich und sagen Sie dem Kind, was passiert ist." Umschreibungen wie "Großmutter schläft nur", "Dein Vater ist im Himmel" führen nur zu irreführenden Vorstellungen bei Kindern. Sterben, Tod und Trauer sind Begriffe, die Eltern ruhig verwenden können. So lernen Kinder, was diese Worte bedeuten.

"Stellen Sie ihrem Kind ruhig Fragen und antworten Sie auf die Fragen, die ihr Kind ihnen stellt", sagt Trauerberaterin Tammy Lewis Wilborn. Kinder brauchen nicht alle Details eines Todesfalls zu kennen, doch sie sollten altersgerechte Informationen erhalten, um zu verstehen, was passiert ist. Das gilt insbesondere für Todesfälle, bei denen das Kind dabei war.

Kinder trauern anders als Erwachsene und wechseln beispielsweise zwischen Emotionen und Spielen schnell hin und her. Das ist normal. Wichtig ist, dass Eltern geduldig sind. Trauerprozesse lassen sich weder bei Erwachsenen noch bei Kindern beschleunigen oder verlangsamen. Häufig geben sich Kinder die Verantwortung für den Tod einer Person. Entscheidend ist, ihnen zu erklären, dass der Tod nicht ihre Schuld ist. Auch Rituale können hilfreich sein. Auf diese Weise können jüngere Menschen lernen, dass jemand tot ist und nicht wiederkommt, aber die Erinnerungen an ihn erhalten bleiben.

Bücher oder Videos können Eltern bei ihrer Aufgabe, mit Kindern über Sterben, Tod und Trauer zu sprechen, helfen. Doch sie dürfen ihre eigene Trauer auch zeigen. Erklären sie ihrem Kind, warum sie traurig sind, dann lernt es, dass auch seine Gefühle berechtigt sind.

Kinder können ebenso wie Erwachsene Verluste verarbeiten. "Insbesondere die Jüngeren müssen nur das Gefühl haben", so die Traumaexpertin Chandra Gosh Ippen, "dass sie sich in jeder Situation auf die Erwachsenen verlassen können."

Den Originalartikel finden Sie unter:

www.huffpost.com/entry/how-to-talk-to-your-kids-about-death-and-grief_n_5be8eaa4e4b0769d24cecdee