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21.01.2019

Menschen in der letzten Lebensphase - was kann passieren?

Einige typische Merkmale zur Orientierung


Alle Menschen werden sterben. Einige früher, andere später. Der Tod ist Teil des Lebens. Soviel ist sicher. Doch ist eine nahestehende Person sterbenskrank, wissen viele Angehörige und Freunde häufig nicht, was sie in der letzten Lebensphase zu erwarten haben. Die amerikanische Trauerexpertin Amy Florian hat zur Orientierung in einem Artikel auf www.nextavenue.org einige Merkmale zusammengetragen, die auftreten können.

  • Sozialer Rückzug:
    Viele Menschen, die sterbenskrank sind, ziehen sich nach und nach zurück und verabschieden sich auf ihre Weise vom Leben. Doch auch wenn sie viel schlafen oder komatös erscheinen, kann es sein, dass sie noch jedes Wort mitbekommen.
  • Nachlassender Appetit und verändertes Essverhalten:
    Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sind bei sterbenskranken Menschen verändert. Das hat mit der Erkrankung und dem bevorstehenden Lebensende zu tun. Somit hilft es auch nicht, Sterbenskranke zum Essen und Trinken zu überreden.
  • Veränderungen der Körperfunktionen:
    Die letzte Lebensphase kann durch große körperliche Beeinträchtigungen (z.B. Inkontinenz) begleitet sein. Das ist normal, kann aber von den Betroffenen als unangenehm erlebt werden.
  • Andere Erzählweise (Reisegeschichten), Visionen:
    Am Ende des Lebens kann es vorkommen, dass Sterbenskranke eine eher bildliche Sprache verwenden. Es ist eine Art, um mit dem bevorstehenden Ende umzugehen.
  • Erregung und Unruhe:
    Diese Zustände können körperliche Ursachen haben. Doch auch unerledigte Dinge, Wünsche, spirituelle Fragen, emotionale Probleme können zu Unruhe und Erregung führen.
  • Eine letzte gute Phase:
    Einige Menschen erleben kurz vor ihrem Tod noch eine kurze Phase, in der sich ihr Zustand zu verbessern scheint. Auch wenn es kein Zeichen der Heilung ist, kann dies ein wertvoller Moment für Angehörige und Freunde sein.
  • Dunkle Flecken, graue Haut, Veränderung der Atmung:
    In den letzten Stunden oder Tagen vor dem Tod kann sich der Körper verändern, z.B. der Körper ist kälter, die Haut grauer.
  • Der letzte Moment:
    Steht der Tod kurz bevor, sind Blutdruck und Puls schwach. Die Atmung wird seicht. Häufig sind Mund und Augen leicht geöffnet. Setzt die Atmung ganz aus, ist kein Puls mehr spürbar und die Augen werden glasig.
Den Originalartikel finden Sie unter:
www.nextavenue.org/what-expect-person-dying