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15.04.2019

Warum nicht über Wellness sprechen im Zusammenhang mit dem Tod?

Wie man sich früh mit dem Tod auseinandersetzen kann


Shoshana Ungerleider ist Ärztin für Innere Medizin und hat im Portal www.mindbodygreen.com einen Artikel zur Konversation über den Tod veröffentlicht. Sie arbeitet an einer städtischen Klinik, in der Hochbetrieb herrscht. Häufig behandelt sie Patienten, die am Ende ihres Lebens stehen und sich vorher nie damit befasst haben. Rückblickend sind viele traurig über Versäumtes. Sie leiden darunter. Die Angehörigen ebenso.

Mit dem medizinischen Fortschritt haben sich die Menschen immer weiter von den Themen Sterben, Tod und Trauer distanziert. Nur selten wird darüber innerhalb des Familien- oder Freundeskreises gesprochen. Dabei gibt es nur zwei Dinge, die im Leben zu einhundert Prozent sicher sind. 1. Wir werden geboren, 2. Wir werden sterben.

Wie das Leben nach dem Tod aussah, war lange Zeit von religiösen Vorstellungen geprägt. Doch in einer Zeit, in der sich viele von den traditionellen Glaubensrichtungen ab- und anderen spirituellen Traditionen zuwenden, ist es umso wichtiger, die eigenen Vorstellungen zu reflektieren. Über Leben und Tod nachzudenken, kann nicht nur die Angst vor dem Sterben und dem Tod reduzieren, sondern auch ein erfülltes Leben ermöglichen.

Um sich dem Thema zu nähern, schlägt Ungerleider vor, sich über folgende sechs Punkte Gedanken zu machen.

  • 1. Was ist mir wirklich wichtig im Leben?
  • 2. Welchen Menschen vertraue ich?
Überlege, ob sie auch als Vertreter in der Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht infrage kämen. Falls dem so wäre, frag die Personen, ob sie diese Aufgabe übernehmen würden.
  • 3. Welche Wünsche habe ich für mein Lebensende?
  • 4. Schreib die Wünsche nieder. Sag den Menschen, denen Du vertraust, wo das Schriftstück liegt.
  • 5. Besprich die Wünsche mit Deinem Arzt.
  • 6. Schau Dir Deine Wünsche einmal pro Jahr an und ändere sie, wenn nötig.
Den Originalartikel finden Sie unter:
www.mindbodygreen.com/articles/how-to-bring-death-to-the-wellness-conversation