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24.07.2019

Trauer ist wie ein "Ball in einer Box"

Erklärung für den Trauerprozess


In einem Artikel auf dem Portal www.simplemost.com berichtet Mandy Gambrell über Lauren Herschel, die ihre Großmutter verloren hat. Die Weihnachtszeit ohne die Großmutter hatte die Familie ganz gut verbracht. Doch dann traf Lauren im Supermarkt zufällig auf eine Frau, die ihrer Großmutter sehr ähnlich sah. Plötzlich war all der Schmerz wieder da. In ihrer Verzweiflung wandte sie sich an ihren Hausarzt. Warum war es an Weihnachten ganz ok und dann plötzlich tut es wieder so weh. Wie kann das sein?

Der Hausarzt erklärte ihr auf anschauliche Weise, was passiert war. Er verglich die die Trauer mit einem Ball, der in einer Box steckt. Zu Beginn ist der Ball sehr groß, die Box für ihn aber beengend klein. Immer wieder stößt der Ball an einen Knopf, der in der Box angebracht ist. Dieser löst Erinnerungen und somit den Schmerz aus. Insbesondere nach dem Verlusterlebnis passiert das sehr häufig, weil der Ball so groß und die Box so klein ist. Im Zuge der Verlustverarbeitung verändert sich die Trauer, ist mal kleiner, mal größer, und so stößt der Ball nicht mehr so leicht Erinnerungen an und der Schmerz bleibt aus. Doch der Ball wird immer da sein und kann auch noch nach Jahren schmerzvolle Erinnerungen auslösen. Selbst dann, wenn man es gar nicht erwarten würde.

Ihre neue Erkenntnis teilte Lauren Herschel mit ihrer Familie. Sie sprechen viel über den Ball in der Box. "Heute war der Ball wieder riesig", sagte ihr Stiefvater, "Immerzu drückte er auf den Knopf. Ich hoffe, morgen ist er wieder kleiner." Laurens Familie hilft diese Analogie dabei, über ihre Gefühle zu sprechen. Aus diesem Grunde teilte sie die Idee auch auf Twitter, wo sie zum Erfolg wurde.

Den Originalartikel finden Sie unter:
www.simplemost.com/this-viral-ball-and-the-box-analogy-perfectly-explains-the-grieving-process/