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01.02.2021

Mit den Kindern über die lebenslimitierende Erkrankung eines Elternteils sprechen

Ehrlichkeit ist wichtig


Es gibt Themen, die viele Eltern ungern mit ihren Kindern besprechen. Dazu gehören beispielsweise auch die Themen Sterben, Tod und Trauer. Erwachsene haben Angst, dass die Gespräche über diese Erfahrungen im Leben ihre Kinder belasten könnten und so hoffen Eltern, dass sie nie mit ihren Kindern darüber sprechen müssen. Dennoch gibt es Zeiten, in denen solche Gespräche unumgänglich sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn beispielsweise bei einem Elternteil oder im weiteren Familienkreis eine lebenslimitierende Erkrankung diagnostiziert wurde.

Da davon auszugehen ist, dass im Laufe der Zeit zahlreiche Familien mit schweren Erkrankungen im näheren Umfeld konfrontiert sind, scheint es für Eltern ratsam zu sein, sich damit auseinanderzusetzen, wie sie ihren Kindern die Information am besten vermitteln können.

Ashley Wehrli, die Autorin des hier beschriebenen Artikels im Portal www.moms.com, hat zusammengefasst, welche Aspekte dabei zu berücksichtigen sind.

Zunächst fragen sich viele Eltern, was der beste Zeitpunkt dafür ist, um Kinder über die schwere Erkrankung eines Familienmitgliedes zu informieren. Die Antwort ist simpel. Es gibt weder den richtigen Zeitpunkt, noch das richtige Alter, um Kindern diese Information zu vermitteln. Da Begreifen und Verstehen aber immer vom Entwicklungsstand des Kindes abhängig sind, scheint es wertvoll zu sein, zunächst herauszufinden, was das Kind über die Themen Sterben, Tod und Trauer weiß. Dies kann dann der Ausgangspunkt für das Gespräch sein.

Wichtig ist, dass die Eltern Kindern gegenüber ehrlich sind. Dazu gehört auch, dass sie die Erkrankung beim Namen nennen und erklären, wie Menschen daran erkranken können, also dass sie zum Beispiel nicht ansteckend sind. Wichtig ist auch zu erklären, dass Menschen an lebenslimitierenden Erkrankungen sterben werden. Eine dem Entwicklungsstand angepasste Wortwahl ist in den Gesprächen ebenso sinnvoll wie das Vermeiden von Umschreibungen, wie zum Beispiel jemand ist gegangen oder eingeschlafen. Das kann zu Unsicherheiten und Ängsten bei den Kindern führen. Eltern sollten zudem wissen, dass Kinder offensichtliche Informationslücken mithilfe ihrer eigenen Phantasie auffüllen. Auch dies kann sie unnötig belasten, denn häufig sind die Dinge, die sich Kinder in ihrer Phantasie zusammenreimen, schwerwiegender als die Wahrheit.

Grundsätzlich können Kinder mit den Themen Sterben, Tod und Trauer umgehen. Offene und vertrauensvolle Gespräche sind aber wertvolle Bausteine dafür, dass sie nicht nur die Erkrankungsphase, sondern auch die Zeit nach dem Versterben eines Familienmitglieds gut überstehen können.

Den Originalartikel finden Sie unter:

www.moms.com/talking-child-about-parents-terminal-illness