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17.02.2021

Verlustbezogene Panikattacken

Ergebnisse einer Studie zum Thema


Stirbt eine Bezugsperson, kann das bei Hinterbliebenen verlustbezogene Panikattacken auslösen. Das haben Fachkräfte immer wieder beobachtet. Wissenschaftler sind nun diesem Phänomen nachgegangen, denn viel ist bisher nicht darüber bekannt. Dennoch sind Erkenntnisse darüber wichtig, denn verlustbezogene Panikattacken werden mit komplizierten Trauerverläufen, aber auch psychischen Erkrankungen wie z.B. Panikstörung in Verbindung gebracht.

An einer Studie zu diesem Thema von Lee & Bottomley (2021) nahmen 314 trauernde Erwachsene teil. Die Wissenschaftler wollten wissen, inwieweit Persönlichkeitsmerkmale wie Neurotizismus, Angstsensitivität und Ängstlichkeit das Auftreten von verlustbezogenen Panikattacken wahrscheinlicher machen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Phänomen der verlustbezogenen Panikattacken unter den Studienteilnehmern recht häufig war. Insgesamt erlebten es 55,4 Prozent der Befragten. Insbesondere Menschen mit einer erhöhten Angstsensitivität (Angst vor der Angst) leiden häufiger darunter. In der therapeutischen Arbeit mit Betroffenen sollte dieser Aspekt gezielt berücksichtigt werden.

Die Studie finden Sie unter:

https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0030222821992192