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04.03.2021

Ein Vater ruft Männer dazu auf, über ihre Trauer zu sprechen

Erfahrungen nach dem Tod des eigenen Sohnes


Der Sohn von Ian Lawton starb einen Tag nach seiner Geburt im Februar 2011. Der 49-jährige Vater versuchte nach dem Tod von Hank einfach weiterzuleben und unterdrückte seine Trauer. Stattdessen konzentrierte er sich ganz darauf, seine Frau Jennifer und seinen anderen Sohn Ike dabei zu unterstützen, mit dem Verlust fertig zu werden.

Sinéad Brennan, die Autorin des hier beschrieben Artikels aus dem Portal www.rte.ie, berichtet, dass Lawton vergaß, sich um sich selbst zu kümmern. "Innerhalb von sieben Jahren nahm ich stark zu", erzählt er, "Auf einmal hatte ich mit Bluthochdruck und Diabetes zu kämpfen." Nachdem sein Arzt ihm erklärte, dass er nicht mehr lange leben würde, wenn er so weitermachte, änderte Lawton sein Leben. Er fing an, Sport zu treiben, anstatt die innere Leere mit Nahrung zu füllen. Insbesondere das Joggen half ihm, sich wieder mit dem Leben verbunden zu fühlen. An Hanks 10tem Geburtstag absolvierte er 10 Marathons in 10 Tagen. Für ihn war es genau das richtige, um den vielen Jahren der Trauer Ausdruck zu verleihen.

Geholfen hat ihm aber auch die Teilnahme an einer Trauergruppe für Männer. Männer haben immer das Gefühl stark sein zu müssen. Insbesondere für ihre Frauen. In der Trauergruppe hatte Ian das Gefühl, dass er loslassen, seinem Schmerz Raum geben konnte. Die anderen Männer verstanden ihn und verurteilten ihn nicht. Mittlerweile versucht er über das Laufen andere Menschen auf das Thema Kinderverlust aufmerksam zu machen. Er sammelt Spenden. Denn vergessen hat er die Hilflosigkeit nicht, die er empfunden hat als sein Sohn starb und er nichts dagegen unternehmen konnte. Doch mit den Spenden kann er Einrichtungen unterstützen, die dazu beitragen, die Kindersterblichkeit weiter zu senken.

Den Originalartikel finden Sie unter:

www.rte.ie/news/2021/0222/1198629-bereaved-dad-advocates-for-men-to-speak-up-on-grief