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17.05.2021

Was verstehen Kroatinnen und Kroaten unter einem "guten Tod"?

Ergebnisse einer repräsentativen Studie


Die Idee vom "guten Tod" wird auch in Deutschland viel diskutiert. Häufig unterscheiden sich aber die Vorstellungen, die gesunde und kranke Menschen in dieser Hinsicht haben. Letztere wünschen sich beispielsweise Zeit, um Abschied nehmen zu können. Gesunde wünschen sich hingegen ein schnelles Sterben, am besten im Schlaf.

Es ist wichtig, die gesellschaftlich Vorstellungen eines "guten Todes" zu kennen, um realistische Vorstellungen vom Ende des Lebens zu entwickeln und die Versorgung daraufhin abzustimmen. Die Bevölkerung in Kroatien wurde im Jahr 2019 zum ersten Mal zu ihren Ideen eines "guten Todes" befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass es den meisten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern wichtig ist, nicht unter Schmerzen zu leiden, im Kreise der Familie zu sein, familiäre Probleme gelöst, ein sinnvolles Leben geführt und alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft zu haben, sich mit Gott verbunden zu fühlen und bei Bewusstsein zu sein.

Die kroatische Studie zeigt, dass insbesondere spirituelle und psychosoziale Dimensionen für die Menschen am Lebensende bedeutsam sind. Nicht nur in Kroatien, auch in Deutschland ist es wichtig, die Bedeutung dieser Dimensionen bei der Versorgung am Lebensende stärker in den Blick zu nehmen.

Die Originalstudie finden Sie unter:

journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/00302228211010597?journalCode=omea