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01.07.2021

Wie verarbeiten Menschen den Verlust des Partners in entlegenen Gegenden?

Studie auf den Färöer-Inseln


Zahlreiche Studien zeigen, dass der Verlust des Partners physische und psychische Belastungen für die Betroffenen mit sich bringen kann. In einer qualitativen Studie haben Wissenschaftler Männer und Frauen auf den Färöer Inseln befragt, wie sie es innerhalb ihrer Gesellschaft geschafft haben, den Verlust ihres Partners/ihrer Partnerin zu verarbeiten.

Die teilnehmenden Frauen und Männern waren zwischen 67 und 74 Jahre alt. In der Auswertung der Interviews zeigte sich, dass die Verarbeitung prozesshaft erfolgt. Zum einen setzten sich die Betroffenen mit dem alten Leben und dem Verlust auseinander. Ein anderes Mal fokussierten sie auf das veränderte neue Leben. Zwischen beiden Bereichen pendelten sie hin und her. Erst wenn jemand dauerhaft nur auf einen Bereich (z.B. den Verlust bzw. das alte Leben) fokussiert, dann entstanden Probleme. Widmeten sie sich dem alten und dem neuen Leben gleichermaßen, konnte der Verarbeitungsprozess gelingen.

Die Studie finden Sie hier:

https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/00302228211024119?journalCode=omea