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20.12.2021

Studie: Verlust eines Haustieres ernster nehmen

Forschungsergebnisse aus Kanada


Forschende der University of Alberta, Kanada, haben eine Studie zum Thema "Verlust eines Haustieres" durchgeführt. Sie befragten dafür alleinstehende Frauen, die 55 Jahre alt und älter waren. Bev Betkowski von der University of Alberta berichtet in dem hier beschriebenen Artikel des Portals Medialxpress.com, dass die Frauen intensiv um den Verlust ihres Haustieres trauerten, sich jedoch kaum einer Person mitteilen können, weil der Verlust wenig Anerkennung erfährt.

So bekam eine Betroffene etwa zu hören: "Nun komm aber, es war doch nur ein Tier." Reagiert das Umfeld wenig mitfühlend, sind Betroffene allein gelassen mit ihrer Trauer. Das führt häufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, insbesondere wenn Frauen noch andere Belastungen zu tragen haben wie etwa finanzielle oder gesundheitliche Probleme.

"Was sagt das über eine Gesellschaft aus, wenn sie diese Verlust nicht anerkennt?", fragt sich Professor Cary Brown, eine der Forschenden, die diese Studie durchgeführt haben. "Einigen Menschen bedeutet ihr Haustier alles, es hält sie gesund", erklärt Brown, "Der Verlust eines Haustieres ist eine nicht zu unterschätzende Erfahrung. Man muss diesen Verlust nicht nachvollziehen können, sollte aber dennoch mitfühlend reagieren." Das ist wichtig für Betroffene.

Die Forschenden schlagen vor, spezifische Unterstützungsangebote für diese Gruppe von Betroffenen zu entwickeln und Gesundheitsfachkräfte darüber zu informieren, welche Auswirkungen der Verlust eines Haustieres auf die Besitzerinnen und Besitzer haben kann, damit ihr Leid und damit einhergehende Beeinträchtigungen nicht unterschätzt werden.

Den Originalartikel finden Sie unter folgendem Link:

medicalxpress.com/news/2021-12-grief-death-animal-companions.html