Cartoons und Karikaturen zu Sterben, Tod und Friedhofskultur
Ausstellung "Man stirbt nur einmal" in Bad Wildungen

In der Wandelhalle Bad Wildungen zeigt das Deutsche Institut für Bestattungskultur (DIB) im Sommer 2026 eine Ausstellung, die das schwere Thema Endlichkeit mit leichter Hand aufnimmt. Unter dem Titel „Man stirbt nur einmal“ versammelt die Schau 80 Cartoons und Karikaturen zu Sterben, Tod und Friedhofskultur. Die Ausstellung ist vom 12. Juni bis 23. August 2026 zu sehen.
Die Arbeiten nähern sich dem letzten Kapitel des Lebens mit schwarzem Humor, feiner Ironie und gelegentlich provokanter Zuspitzung. Das Spektrum reicht von skurrilen Szenen über poetische Momente bis zu bissig zeitgenössischen Beobachtungen. Immer wieder werden vertraute Bilder und Redewendungen aufgegriffen, Klischees auf die Spitze getrieben und Alltagsfantasien rund um das Davor und Danach entlarvt. Auch der Sensenmann taucht dabei als Figur auf, mal als Getriebener, mal als Routinearbeiter, dem keine Stunde schlägt.
DIB-Geschäftsführerin Andrea Belegante: „‚Man stirbt nur einmal‘ versteht sich auch als Einladung, über Sterben und Tod aus einem anderen Blickwinkel nachzudenken - ein Perspektivwechsel, der das Unausweichliche sichtbar macht und zugleich einen Zugang bietet, der vielen Menschen leichter fällt als das ernste Gespräch.“
Kuratiert wird die Ausstellung von der Galerie Komische Meister Dresden, die dafür ein Team aus vielfach ausgezeichneten deutschen Cartoonistinnen und Cartoonisten zusammengebracht hat. Als Veranstalter setzt das DIB mit der Schau ein bewusstes Zeichen: Humor kann Distanz schaffen, ohne die Würde des Themas zu verlieren. Und er kann Gespräche eröffnen, wo sonst oft Schweigen dominiert.