Die Trauer über das Älterwerden

Was lässt sich der Erfahrung des Älterwerdens entgegensetzen?

Einzelner Baum im Gegenlicht vor nebligem Horizont

So vieles am Älterwerden scheint mit Trauer verbunden zu sein: Muskelschwund, Energieverlust etc. Während es (zumindest) in der ersten Hälfte des Lebens darum ging, eine Familie zu gründen, einen Beruf zu erlernen und wenn möglich, etwas Geld für das höhere Alter anzulegen, kann es eine große Herausforderung sein, mitzuerleben, wie die Natur ihren Lauf nimmt und wie sich der Mensch im Alter verändert.

All das ist nichts Neues. Aber es ist nicht leicht, es sich selbst gegenüber einzugestehen. Noch schwerer dürfte es sein, wenn man dieses Alter ohne Partner:in erreicht und in dieser Realität allein ist, anstatt sie mit einem anderen zu teilen. Doch was lässt sich der Erfahrung des Älterwerdens entgegensetzen?

Die Antwort von Dr. Josh Gressel, dem Autor eines Artikels im Portal www.psychologytoday.com, ist ziemlich einfach. Hinter all den verschiedenen Verlusten des Alters verbirgt sich eine unumstößliche Wahrheit, nämlich dass jeder Mensch sterben wird. Die nachlassende Gesundheit oder das nachlassende Gehör, das schlechte Gedächtnis, die schwindende Energie - all das deutet in eine Richtung. Wo Menschen früher vermeiden konnten, über diese unangenehme Wahrheit nachzudenken, bereiten uns diese zunehmenden Verluste des Alters auf den Tod vor. Und hier spalten sich die Menschen in zwei Lager: Diejenigen, die denken, das war's, wir sterben und es gibt nichts mehr, und diejenigen, die glauben, dass der Tod ein Übergang in einen anderen Zustand ist. Wer dem zweiten Lager angehört, kann die Verluste möglicherweise in einem anderen Licht sehen.

Den Originalartikel finden sie unter:

www.psychologytoday.com/us/blog/putting-psyche-back-into-psychotherapy/202306/the-grief-of-growing-older