Anteil kirchlicher Bestattungen sinkt stetig

Säkularisierung der Bestattungskultur setzt sich weiter fort

Friedhofskapelle mit Kreuz am Dach und der Aufschrift RIP

Bestattungen in Deutschland werden immer seltener von der katholischen oder evangelischen Kirche begleitet. Nach den neuesten vorliegenden, aktuell veröffentlichten Angaben ist der Anteil weiterhin rückläufig und betrug im Jahr 2024 43,3 Prozent. Dies entspricht 436.511 Bestattungen bei insgesamt 1.007.758 Todesfällen, davon 223.465 evangelisch und 213.046 katholisch Bestattete. 2020 war der Anteil erstmals unter 50 Prozent gesunken (49,7 Prozent), im Jahr 2000 waren es noch 71,5 Prozent.

Die vorliegenden Zahlen ergeben sich aus den Statistiken der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Deutschen Bischofskonferenz, die von Aeternitas, der Verbraucherinitiative Bestattungskultur, ausgewertet wurden. Sie verdeutlichen den tiefgreifenden Wandel des Bestattungswesens in den letzten Jahrzehnten. Immer mehr Trauerfeiern werden von weltlichen Trauerrednerinnen und -rednern begleitet, Traditionen und religiöse Bräuche verlieren an Bedeutung. Dies zeigt sich unter anderem auch am Trend zur Feuerbestattung. Über 80 Prozent der Verstorbenen werden hierzulande mittlerweile eingeäschert.

Eine Tabelle mit der Entwicklung der Zahl der kirchlichen Bestattungen seit dem Jahr 2000 stellt Aeternitas auf seiner Webseite zur Verfügung.