Erste Urnenkirche in Hessen eröffnet

Mittlerweile knapp 60 Angebote in Deutschland

Kreuz und Schrift RIP am Giebel einer Trauerhalle

In Frankfurt am Main ist mit der Begräbniskirche St. Michael in Trägerschaft des Bistums Limburg die erste Urnenkiche in Hessen eröffnet worden. Platz ist für insgesamt ca. 2.500 Urnen. Beigesetzt werden können alle Personen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Konfession. Voraussetzung ist unter anderem die Nennung des Namens der verstorbenen Person (keine anonymen Beisetzungen) und ein Segensgebet. Eine Kirchenmitgliedschaft ist nicht erforderlich.

Alle weiteren Informationen zur Begräbniskirche St. Michael finden Sie auf deren Website begraebniskirche.de.

Urnenkirchen (auch Grabes- oder Begräbniskirchen genannt) sind eine besondere Art von Kolumbarien. In nicht mehr für Gottesdienste genutzten Kirchengebäuden werden Bestattungsplätze als Kammern in Urnenwänden (Urnennischen) eingerichtet. Die ersten Angebote entstanden Mitte der 2000er Jahre in Krefeld, Aachen und Marl. Mittlerweile gibt es ungefähr 60 solcher Urnenkirchen in Deutschland (Stand 2026). Der Großteil ist in katholischer Trägerschaft, einige auch in evangelischer oder altkatholischer. Die Kosten für eine Urnenkammer sind von Ort zu Ort verschieden. Für eine einzelne Urnenkammer werden in der Regel zwischen 1.000 und 4.000 Euro Gebühren erhoben, für eine Doppelkammer zwischen 2.000 und 8.000 Euro.

Eine Liste mit den derzeit bekannten Urnenkirchen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) finden Sie auf unserer Website bestattung-grabgestaltung.de.